Die Bemessungsgrundlage – Was ist das?
Die Bemessungsgrundlage – Was ist das?
Die Bemessungsgrundlage – Was ist das?
☝️  Allgemeines

Die Bemessungsgrundlage – Was ist das?

Pascal Eckel
Steuer-Experte
Uhr6 min Lesedauer
KalenderAktualisiert am: 17.05.2024

Ein Begriff, mehrere Anwendungsfälle? Im Steuerdeutsch keine Seltenheit. Wir erklären dir was es mit der Bemessungsgrundlage auf sich hat und welche Unterschiede je nach Steuerart zu beachten sind.

Das Wichtigste zur Bemessungsgrundlage in Kürze

  • 🕵
    Die Bemessungsgrundlage dient der Ermittlung der genauen Höhe der Steuern.
  • 📈
    Je nach Steuerart (z.B. Einkommensteuer oder Umsatzsteuer) variieren die Bemessungsgrundlagen.
  • ✍🏼
    Auch bei Abschreibungen spielt die Bemessungsgrundlage eine wichtige Rolle, je nachdem ob du Unternehmer oder Angestellter bist.
Fakten

1
  Was ist eine Bemessungsgrundlage?

Für die Erhebung von Steuern benötigt der Fiskus einen Wert, genauer gesagt eine monetäre Größe, um die genaue Höhe der Steuern ermitteln zu können. Der Begriff Bemessungsgrundlage wird vom Gesetzgeber an unterschiedlichen Stellen verwendet und kann von Steuerart zu Steuerart (z.B. Einkommensteuer oder Umsatzsteuer) durchaus variieren. Ob als Arbeitnehmer, Selbstständiger, Rentner oder Landwirt - der Begriff könnte dir durchaus schon begegnet sein.

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2
  Was ist die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer?

Möchte man die zu zahlende Einkommensteuer ermitteln, so orientiert man sich an dem zu versteuernden Einkommen als Bemessungsgrundlage. Dies ist der Betrag, der sich ergibt, wenn man sämtliche Einkünfte des Steuerjahrs zusammenrechnet und anschließend die Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen sowie bestimmte Freibeträge abzieht.

3
  Was ist die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer?

Bei der Ermittlung der Umsatzsteuer dient der Umsatz eines Unternehmens als Bemessungsgrundlage. Im Vergleich zur Einkommensteuer sind die Umsätze jedoch unterschiedlich zu behandeln. Dies kommt dadurch zustande, dass im Umsatzsteuergesetz verschiedene feste Steuersätze bestehen. Die zwei bekanntesten Steuersätze sind die 7 % und die 19 % Umsatzsteuer, meist auch Mehrwertsteuer genannt.

4
  Was ist die Bemessungsgrundlage für eine Abschreibung?

Möchtest du ein neu gekauftes Arbeitsmittel ansetzen, so stellt sich auch hier die Frage nach der Bemessungsgrundlage. Ist es der Bruttokaufpreis? Oder doch der Nettokaufpreis? Die Antwort ist, dass es ganz darauf ankommt, ob du ein Unternehmer mit Berechtigung zum Vorsteuerabzug bist oder ein einfacher Angestellter.

Als Unternehmer mit Berechtigung zum Vorsteuerabzug ist die Bemessungsgrundlage für eine Abschreibung immer der Nettokaufpreis, denn ein Unternehmer kann sich die gezahlte Umsatzsteuer per Vorsteuerabzug zurückholen.

Als einfacher Angestellter ist es dagegen der Bruttopreis, denn dieser kann die gezahlte Umsatzsteuer nicht vom Fiskus zurückfordern.

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5
  Was ist die Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer?

Die Kirchensteuer ist etwas besonders, denn für die Ermittlung der Kirchensteuer dient die Einkommensteuer als Bemessungsgrundlage. Je nachdem, ob du in Baden-Württemberg, Bayern oder den anderen Bundesländern wohnst, liegt die Höhe der Kirchensteuer bei entweder 8 % oder 9 % der zu zahlenden Einkommensteuer.

Hinweis

Fazit

Wie du siehst, gibt es nicht die eine Bemessungsgrundlage. Zwar dient der Begriff stets dazu, die genaue Höhe der Steuern zu ermitteln. Allerdings liegen den verschiedenen Steuerarten unterschiedliche Bemessungsgrundlagen zugrunde.

Bei der Steuererklärung mit der Steuerbot-App musst du dir über diese Fachbegriffe sowieso nicht den Kopf zerbrechen. Mit wenigen Fragen ermittelt unser Chatbot die Bemessungsgrundlage für deine Einkommensteuer automatisch, checkt deine absetzbaren Ausgaben und bringt dich so einfach, verständlich und in nur 20 Minuten zur fertigen Steuererklärung.

Sprechblase

Häufig gestellte Fragen zur Bemessungsgrundlage

Wie berechne ich die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer?

Die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer ist das zu versteuernde Einkommen. Also die Summe der Einkünfte, reduziert um die Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und steuerlichen Freibeträge.

Was versteht man unter Bemessungsgrundlage?

Die Bemessungsgrundlage ist der monetäre Wert, mit dem das Finanzamt die jeweilige Steuerlast bestimmt.

Was ist die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer?

Die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer ist der Bruttolohn abzüglich der Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, sowie dem Werbungskostenpauschbetrag.

Du hast Fragen zur Bemessungsgrundlage? Schreib uns!

Unser Support steht dir jederzeit unter support@steuerbot.com zur Verfügung.

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