Steuerfestsetzung - was bedeutet das?
Steuerfestsetzung - was bedeutet das?
Steuerfestsetzung - was bedeutet das?
☝️  Allgemeines

Steuerfestsetzung - was bedeutet das?

Pascal Eckel
Steuer-Experte
Uhr8 min Lesedauer
KalenderAktualisiert am: 17.05.2024

Steuerfestsetzung oder Festsetzung der Einkommensteuer? Ist das etwas Schlimmes? – Nein, du musst dir keine Sorgen machen, die Steuerfestsetzung ist ein ganz normaler Verwaltungsakt, der letztlich die Höhe deiner Steuerrückzahlung oder deiner Steuernachzahlung bestimmt. Alles, was du zur Steuerfestsetzung jemals wissen musstest, erfährst du hier! 🤩

Das Wichtigste zur Steuerfestsetzung in Kürze:

  • 🏢
    Die Steuerfestsetzung ist ein Verwaltungsakt des Finanzamts.
  • 🔓
    Eine Steuerfestsetzung muss nicht abschließend sein und kann auch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erfolgen.
  • 🧑‍⚖️
    Steuerbescheide sind immer teilweise vorläufig aufgrund von anhängigen Rechtsverfahren.
  • ⚖️
    Eine Steuerfestsetzung kann auch durch das Finanzamt geschätzt werden, wenn man seiner Abgabepflicht nicht nachkommt.
Fakten

1
  Was genau ist eine Steuerfestsetzung?

Bei der Steuerfestsetzung handelt es sich um einen Verwaltungsakt der Finanzbehörde. Dabei wird die Höhe der Steuer festgelegt, die ein Steuerpflichtiger in Deutschland zu zahlen hat. Die Höhe der zu zahlenden Steuer wird dann durch den Steuerbescheid 📜 bekanntgegeben. Dazu gehört auch die Freistellung von einer Steuer oder auch die Ablehnung einer Steuerfestsetzung.

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2
  Wann gibt es eine Steuerfestsetzung?

Grundsätzlich gibt es eine Steuerfestsetzung, wenn eine Steuererklärung 📨 eingereicht und vom Finanzamt bearbeitet wird.

Der Großteil aller Steuerpflichtigen ist in der Regel jedoch nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Gibst du trotzdem eine Steuererklärung ab, so spricht man von einer Antragsveranlagung. Die Steuerpflichtigen beantragen also damit die Steuerfestsetzung.

Es kann jedoch auch Steuerfestsetzungen geben, wenn man keine Einkommensteuererklärung eingereicht hat. In diesem Fall handelt es sich um Steuerschätzungen, welche in der Regel nur dann stattfinden, wenn du deiner Pflichten zur Abgabe einer Steuererklärung nicht nachkommen. In einem solchen Fall hast du einen Monat nach Erhalt des Steuerbescheids Zeit, einen Einspruch gegen den Steuerbescheid zu erheben und eine Steuererklärung nachzureichen.

3
  Gibt es Steuerfestsetzungen, die nicht rechtens sind?

Manchmal kommt es vor, dass das Finanzamt Steuern erhebt für Einnahmen, die gar nicht vorhanden sind. Oftmals passiert das bei Steuerpflichtigen, die ein Gewerbe 🏭 angemeldet haben, dieses aber nicht betreiben und weder eine Anlage über die Einkünfte, noch eine Einnahme-Überschuss-Rechnung dafür einreichen.

In solchen Fällen werden dann die Einnahmen vom Finanzamt geschätzt und das, obwohl gar keine Einnahmen vorhanden sind. Ist das der Fall, so kann man von einer unrechtmäßigen Steuerfestsetzung sprechen.

Mit einem Einspruch lässt sich sowas aber meist recht einfach regeln 😉

4
  Steuerfestsetzung unter Vorbehalt?

Bekommst du einen Steuerbescheid unter Vorbehalt der Nachprüfung, dann bedeutet das, dass deine Erklärung noch nicht abschließend bearbeitet werden konnte und noch offene Fragen 🤔 bestehen, das Finanzamt die Bearbeitung aber vorerst mal nicht hinauszögern möchte.

Auch wenn dies erstmal für Unsicherheit sorgt, so kann man den Vorbehalt der Nachprüfung auch als Vorteil betrachten. Denn solange dieser besteht, kann der Steuerbescheid jederzeit geändert werden, auch wenn die Einspruchsfrist bereits abgelaufen ist ⌛️

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5
  Vorläufige Steuerfestsetzung?

Ähnlich wie die Steuerfestsetzung unter Vorbehalt der Nachprüfung gibt es noch die vorläufige Steuerfestsetzung. Diese lässt jedoch nicht den Bescheid im Allgemeinen offen zur Bearbeitung, sondern bezieht sich ganz spezifisch auf bestimmte Vorgänge, wie zum Beispiel, wenn das Bundesverfassungsgericht eine gesetzliche Neuregelung für gewisse Vorgänge angewiesen hat oder ein Verfahren beim Bundesfinanzhof anhängig ist.

Dabei handelt es sich dann meistens um langwierige Prozesse, die irgendwann zu einer automatischen Änderung des Bescheids führen und damit auch zur Aufhebung der Vorläufigkeit.

Hinweis

Fazit

Damit es zu einer Steuerfestsetzung kommt, braucht es in der Regel eine Steuererklärung. Je nach vorhandenem Steuerwissen kann das ein nerviger Faktor sein. Mit Steuerbot muss das nicht so sein, denn in der Steuerbot-App wirst du innerhalb von 20 Minuten mit einfachen Fragen durch deine Steuererklärung geführt. Probier es doch mal aus 😉

Sprechblase

Häufig gestellte Fragen zur Steuerfestsetzung

Was tun bei einer Steuerfestsetzung?

Wenn du einen Steuerbescheid erhalten hast, dann solltest du überprüfen, ob dieser mit deinen Angaben übereinstimmt oder ob das Finanzamt abgewichen ist. Wenn das Finanzamt von deinen Angaben abweicht, erklärt das Finanzamt, wie die Abweichung entsteht.

Wann verjährt eine Steuerfestsetzung?

Für die Einkommensteuer darf keine Steuerfestsetzung mehr stattfinden, sofern das Jahr, für das die Festsetzung erfolgen soll, mehr als vier Jahre her ist. Es handelt sich hierbei dann um eine Festsetzungsverjährung, da die Festsetzungsfrist abgelaufen ist. Nur im Falle einer Steuerhinterziehung erhöht sich diese Frist auf 10 Jahre.

Was passiert, wenn man vom Finanzamt geschätzt wird?

Wenn du zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet bist und dieser Pflicht nicht nachkommst, kann das Finanzamt deine Einnahmen schätzen, manche Daten liegen dem Finanzamt auch schon vor durch Arbeitgeber und Versicherungen. Wenn du einen Schätzungsbescheid erhalten hast, hast du wie bei einem normalen Steuerbescheid einen Monat Zeit einen Einspruch einzulegen und die Steuererklärung nachzureichen. Sollte das Finanzamt eine Steuernachzahlung berechnet haben, so ist diese dennoch zu bezahlen, auch wenn der neue Bescheid noch nicht vorliegt. Denn ein Einspruch stoppt nicht die Zahlungsfrist 😬

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